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Wer sich in der Forstwirtschaft nicht oder nur wenig auskennt, für den mag der Begriff des Rückewagens kein geläufiger sein. Aber gerade Holzfäller und Forstbedienstete wissen, welche großen Vorteile der Rückewagen bei der Holzgewinnung bietet, denn gerade in schwierigem Gelände, zu denen unsere Wälder ohne Zweifel gehören, ist der Rückewagen ein starker Helfer, ohne den der Abtransport von Nutzholz oft nur schwierig und mühevoll zu bewerkstelligen wäre. Der Rückewagen bewährt sich dort, wo normale Fahrzeuge längst aufgeben müssen und ist ein unverzichtbares Arbeitsmittel in der modernen Forstwirtschaft.

Rückepferd und Rückewagen - Eine unschlagbare Kombination

Ist der Baumbewuchs im Wald besonders dicht, dann stößt konventionelle Technik schnell an ihre Grenzen und hier schlägt dann oft die Stunde der traditionellen Rückepferde. Mit purer Muskelkraft und mit der Hilfe eines geeigneten Geschirrs werden die gefällten Baumstämme von den Rückepferden, die naturgemäß auch unter extrem beengten Bedingungen sicher manövrieren können, oft über weiteteste Distanzen zu den bereitstehenden Rückewagen gebracht, die den Weitertransport der Baumstämme in Sägewerke oder an entsprechende Sammelstellen übernehmen. Ein guter Rückewagen nimmt auch einen noch so schwierigen Waldweg ohne Probleme, wobei ein Rückewagen in normaler Ausführung ohne weiteres bis zu 12 Tonnen Last transportieren kann.

Der Rückewagen im Detail – Eine Einführung in Funktionsweise und Technik

Rückewagen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Einfache Anhänger besitzen Halterungen an den Seiten, mit denen die transportierten Stämme sicher fixiert werden. Einzelne Haltestäbe, die in einem bestimmten Abstand angebracht sind, ermöglichen die Ablage mehrerer Stämme über- und nebeneinander. Nach vorne wird die Last durch eine weitere Halterung – oft in Gitterform – gegen Verrutschen gesichert. Der Aufbau ist sicher und robust, allerdings gibt es auch professionelle Rückewagen mit einigen nützliche Extras. Zu nennen wären hier z. B. ein auf dem Rückewagen angebrachter Ladekran oder eine Antriebsunterstützung der Hinterräder, die gerade in schwierigem Gelände und bei großer Last eine echte Erleichterung darstellt.

Rückewagen im Einsatz – Worauf es in der Praxis ankommt

Oft ist es entscheidend, wo der Rückewagen eingesetzt werden soll. Ist der teilweise Betrieb auf öffentlichen Straßen vorgesehen, muss der Rückewagen zwingend über Luftbremsen verfügen. Hydraulische Bremssysteme, wie sie an semi-professionellen Rückwagen oft vorkommen, sind auf deutschen Straßen nicht zugelassen. Bei der Verwendung auf weichen Waldböden ist grundsätzlich eine Antriebsunterstützung ratsam. Auch die Bereifung muss zum Einsatzzweck passen: Weiche Böden machen oft sehr breite Reifen erforderlich, damit der Rückwagen weniger schnell einsinkt. Zugmaschine und Rückewagen müssen immer ein gutes Tandem bilden. Ein noch so perfekt ausgestatteter Rückewagen nützt nur wenig, wenn sein Gewicht die Kraft der Zugmaschine an ihre Grenzen bringt.

Fazit: Der Rückewagen ist ein perfekter und höchst bewährter Helfer in der Forstwirtschaft, der - wird er richtig ausgestattet und eingesetzt - die tägliche Arbeit im Wald immens erleichtern kann und auch bei schweren Ladungen nicht in die Knie geht.